Frauenarzt Frauenärztin Schwerte Holzen Windhövel Engelke Dortmund
Gynäkologische Vorsorgeuntersuchung

Die Krebsfrüherkennungsuntersuchung
Früherkennungsuntersuchungen dienen der frühzeitigen Entdeckung einer Krankheit. So können nicht nur die Beschwerden eher gelindert werden sondern es gibt in einem frühen Stadium oft auch bessere Behandlungsmöglichkeiten. Brustkrebs und Gebärmutterhalskrebs gehören zu den häufigsten Krebserkrankungen von Frauen. Beide Organe sind sehr gut zu untersuchen und mögliche Veränderungen können gut erkannt werden. Deshalb würden wir uns freuen wenn Sie die Krebsfrüherkennungsuntersuchung in unserer Praxis wahrnehmen. Sie kann nach den Richtlinien der gesetzlichen Krankenkasse einmal im Jahr durchgeführt werden und beinhaltet folgende Untersuchungen:

Ein Gespräch in dem wir Ihre Krankengeschichte erheben und Sie uns Ihre Beschwerden mitteilen können (Anamnese).

Eine Untersuchung auf dem gynäkologischen Stuhl. Bei dieser wird der Muttermund untersucht und ein schmerzfreier Abstriches zur zytologischen Untersuchung entnommen. Dieser sogenannte PAP Test wird seit vielen Jahren routinemäßig durchgeführt. Er dient der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs und wird seit mehr als 50 Jahren erfolgreich eingesetzt.

Eine Tastuntersuchung der Brust. Hierbei wird das Drüsengewebe der Brust auf mögliche Veränderungen abgetastet.

Ab dem 50. Lebensjahr:
Zusätzlich Tastuntersuchung des Enddarms, sowie Test auf verdecktes Blut im Stuhl (Guajak Test).

Ab dem 55. Lebensjahr:
Empfehlen wir Ihnen eine Darmspiegelung, da diese eine sehr gute Methode zur Erkennung von krankhaften Dickdarmveränderungen darstellt.

Alle diese Untersuchungen können Sie, abgesehen von der Darmspiegelung, in unserer Praxis durchführen lassen. Die Kosten werden von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Damit Knoten in der Brust frühzeitig erkannt werden, empfehlen wir Ihnen die eigene Brust einmal im Monat nach der Periode selber abzutasten. Anleitung zur Selbstuntersuchung bekommen Sie gerne von uns. Außerdem empfehlen wir Ihnen die Teilnahme an dem für Sie kostenlosen Mammographie Screening Programm. Im Rahmen dieses Programms wird Ihre Brust vom 50.bis zum 69. Lebensjahr alle 2 Jahre mit Röntgenstrahlen untersucht.

Es gibt weitere Vorsorgeuntersuchungen, die wir für sinnvoll halten und Ihnen deshalb anbieten. Diese Untersuchungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet. Im Gespräch mit Ihnen beraten wir Sie gerne, welche Untersuchungen für Sie eine gute Ergänzung sein könnten.

Erweiterte Krebsfrüherkennung

Vaginalsonographie oder Abdominalsonographie:
Dadurch lassen sich frühzeitig Veränderungen an den Eierstöcken (Zysten oder Tumorbildung) und der Gebärmutter (Myome oder Schleimhautveränderungen) erkennen.

Brustultraschall:
Dieser ermöglicht die frühzeitige Erkennung von Veränderungen in der Brust (Zysten, Tumorbildung).

Immunologischer Stuhltest (ELISA Test):
Die bisherigen Stuhltests sind weniger empfindlich und außerdem störanfällig bei bestimmten Nahrungsmitteln (z.B. Vitamin C, Fleisch, rote Beete). Mit dem immunologischen Stuhltest werden schon geringste Mengen an menschlichem Blut erfasst. Eine spezielle Diät vor dem Durchführen des Tests ist nicht notwendig, da mit spezifischen Antikörpern getestet wird.

Thin Prep:
Für den Thin-Prep-Test oder auch Dünnschicht-Zellabstrich werden mit speziellen Abstrichbürstchen Zellen vom Gebärmutterhals entnommen. Danach werden diese Zellen in einem speziellen Konservierungsmedium verschickt und im Labor untersucht. Durch dieses Verfahren können fast alle abgenommenen Zellen präziser untersucht werden, als dies beim PAP Test (siehe oben) möglich ist. So hat der Thin-Prep-Test eine höhere Aussagekraft und Sicherheit als der herkömmliche PAP-Test. Besonders bei Frauen mit Vorerkrankungen, HPV-Infektionen oder unklaren Befunden kann er eine sinnvolle Ergänzung zur Vorsorge sein.

Testung auf HPV-Viren:
Die Infektion mit Humanen Papillomviren (HPV) kann die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs begünstigen. Für einen Test auf HPV wird zusätzlich zum üblichen zytologischen Abstrich (siehe oben) ein schmerzloser Abstrich vom Gebärmutterhals entnommen. Mit Hilfe dieser beiden Tests lässt sich Ihr persönliches Risiko an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken besser einschätzen. Ein positiver HPV Test, also der Nachweis von Viren, bedeutet allerdings nicht, daß Sie an Gebärmutterhalskrebs erkranken werden oder daß bereits ein Tumor vorliegt. Meist werden lediglich engmaschigere Kontrollen vereinbart.

Seit einigen Jahren ist ein Impfstoff gegen HPV-Viren erhältlich (siehe Impfungen).

Chlamydien:
sind eine Bakterienart, welche durch Geschlechtsverkehr übertragen wird. Häufig bleibt die Infektion, weil die Beschwerden so geringfügig sind, unbemerkt. Sie kann aber zu Verklebungen der Eileiter mit nachfolgender Unfruchtbarkeit führen. Durch einen Urin Test oder eine Testung mittels eines Abstriches am Muttermund können Chlamydien rechtzeitig erkannt und mit entsprechenden Antibiotika im Frühstadium behandelt werden.
© 2011 Praxis Windhövel & Engelke Schwerte-Holzen, Frauenarzt / Frauenärztin